Schützen Sie das Klima!
Treibhausgase entstehen durch viele alltägliche Verhaltensweisen. Kohlendioxid (CO2), der Hauptverursacher des Klimawandels, entsteht z.B. überall dort, wo kohlen- stoffhaltige Energieträger zur Produktion von Strom, Wärme oder Bewegungsenergie verbrannt werden. Der erste Ansatz zum Klimaschutz ist daher die Einsparung von Energie und der Einsatz von erneuerbaren Energien. Dies kann jeder Einzelne unterstützen. Bereits kleine Verhaltensänderungen helfen mit, das Klima zu schützen. Und oftmals sparen sie sogar auch noch Geld.
Machen Sie sich schlau! Fangen Sie bei sich an, und überzeugen Sie andere. Machen Sie Klimaschutz zum Thema im Gespräch mit Nachbarn, Freunden und Verwandten. Denn nur, wenn viele Menschen sich für den Klimaschutz einsetzen, können wir etwas erreichen.
Mithilfe des CO2-Rechners des Umweltbundesamts können Sie Ihre aktuelle persönliche CO2-Bilanz ausrechnen. Mit den nachfolgenden Tipps können Sie oft sogar ohne große Anstrengungen ihre CO2-Bilanz verbessern und so zum Klimaschutz beitragen.
Klimafreundlich (ein)kaufen
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Lebensmittel: Schon beim täglichen Einkauf können Sie darauf achten, Produkte zu kaufen, die das Klima schonen. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Produktion von Fleisch um ein Mehrfaches energieintensiver ist als die Herstellung von Gemüse oder Obst? Außerdem setzen Kühe bei der Verdauung das klimaschädliche Gas Methan frei. Allein die Viehzucht verursacht 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Eine fleischarme Ernährung ist daher ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, und ist außerdem gesund.
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Durch den Kauf von saisonalen Lebensmitteln aus der Region wird durch kürzere Transportwege und den Verzicht auf beheizte Glashäuser ebenfalls CO2 eingespart. Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport etwa 1,7 Kilogramm CO2. Spargel aus dem Umland zur Spargelzeit hat dagegen nur 60 Gramm CO2 auf dem Gewissen. Ein Saisonkalender für Obst und Gemüse hilft beim Einkauf.
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Für den Anbau von biologisch erzeugten Lebensmitteln muss nur etwa die Hälfte an Energie eingesetzt werden, wie für Lebensmittel aus konventionellem Anbau.
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Elektrogeräte: Bei größeren Anschaffungen wie einem neuen Kühlschrank oder einer neuen Waschmaschine sollten Sie darauf achten, dass das Gerät der Effizienzklasse A++ angehört. Diese Geräte sparen durch den geringeren Energieverbrauch nicht nur CO2, sondern auch Geld: ein handelsüblicher Kühlschrank von 1993 verbraucht 0,84 Kilowattstunden am Tag, ein heute gekauftes Gerät guter Qualität (Effizienzklasse A++) nur noch 0,36 Kilowattstunden. Einsparung: jedes Jahr 30 Euro Stromkosten – und 100 Kilo CO2. Eine Übersicht über besonders stromsparende Geräte finden Sie hier.
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Auto: Das Gleiche gilt, wenn Sie sich ein neues Auto zulegen möchten. Ein Auto mit einem sparsamen Verbrauch schont das Klima und Ihren Geldbeutel an der Tankstelle.
Weitere Tipps zum Thema Einkaufen finden Sie auf der Verbraucherplattform "Bewusst Einkaufen".
Klimaschutz in den eigenen vier Wänden
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Strom: Mit einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter, der Strom aus erneuerbaren Energien statt aus Atom und klimaschädlicher Kohle produziert, können Sie den CO2-Ausstoß aus ihrem privaten Stromverbrauch um rund 90 Prozent reduzieren! Ein Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist einfach und schnell, und oftmals auch gar nicht teuer. Informationen zu unabhängigen Ökostromanbietern finden Sie beim Bündnis „Atomausstieg selber machen“.
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Licht: Ersetzen Sie Ihre alten Glühbirnen durch Energiesparlampen. Der Austausch einer herkömmlichen 60-Watt-Glühbirne durch eine gleich helle 11-Watt-Energiesparlampe spart pro Jahr 20,5 Kilogramm CO2 (bei 700 Stunden Nutzungsdauer). Wenn pro Haushalt eine normale Glühbirne gegen eine Energiesparlampe ausgetauscht wird, kann dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. Wichtig ist nur, dass Sie die Energiesparlampen am Ende ihrer Lebensdauer nicht im Hausmüll entsorgen, sondern beim Recycling-Hof abgeben. Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie es nicht brauchen.
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Elektrogeräte: Der Stand-by-Modus vieler Geräte, z.B. von Fernseher oder Computer, verbraucht unnötig viel Strom. Ohne den Stand-by-Betrieb könnten in Deutschland zwei Kraftwerke eingespart werden. Pro Haushalt summieren sich die Kosten für den unnötigen Stand-by-Betrieb auf bis zu 100 Euro pro Jahr. Daher: Elektrogeräte immer vollständig ausschalten. Wo das nicht möglich ist, hilft eine ausschaltbare Mehrfachsteckdose. Einsparungen pro Haushalt von 300 Kilogramm CO2 sind möglich!
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Stellen Sie Wasch- und Geschirrspülmaschine erst an, wenn diese vollständig gefüllt sind. Je geringer die Waschtemperatur und Waschdauer, desto weniger Energie wird verbraucht. Bei normal verschmutzter Wäsche reichen 30 oder 40°C im Hauptwaschgang (also ohne Vorwäsche) völlig aus.
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Wäschetrockner sind Stromfresser. Wenn Sie auf den Wäschetrockner verzichten, können Sie in einem Vier-Personen-Haushalt jährlich 480 Kilowattstunden sparen, das sind rund 90 Euro – und 300 Kilo CO2.
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Wenn sich in Kühl- und Eisschrank eine Eisschicht gebildet hat, verbrauchen die Geräte viel mehr Strom. Daher sollten Sie diese Geräte regelmäßig abtauen.
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Nehmen Sie unbenutzte Aufladegeräte aus der Steckdose, da diese auch ohne angeschlossene Geräte Strom verbrauchen.
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Wärmedämmung: Durch schlecht gedämmte Hauswände geht ein großer Teil der Heizwärme verloren. Bei einem Neubau sollten Sie daher unbedingt auf gute Dämmung achten, ältere Häuser lassen sich nachdämmen. Mit Wärmedämmung, Isolierfenstern und modernen Lüftungsanlagen verbrauchen sanierte Altbauten bis zu 80 Prozent weniger Energie. Erkundigen Sie sich nach Förderprogrammen! Einfache Maßnahmen sind z.B. die Isolierung des Warmwasserbehälters und der Leitungen der Zentralheizung.
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Heizen: Wenn Sie die Temperatur in Ihrer Wohnung um nur 1°C senken, können Sie die Energierechnung Ihrer Familie (4-Personen-Haushalt) um 5-10% senken und bis zu 300 kg CO2-Emissionen pro Haushalt und Jahr vermeiden.
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Vermeiden Sie gekippte Fenster, durch die ständig warme Luft nach draußen entweicht. Stattdessen lieber für einige Minuten die Fenster ganz öffnen (stoßlüften) und in dieser Zeit die Heizung ausdrehen. So wird die Luft schnell ausgetauscht und die Wände bleiben warm.
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Solarkollektoren auf dem Dach lohnen sich vor allem als Ergänzung zur Heizung und für die Warmwasserbereitung. Sie können bis zur Hälfte des jährlichen Wärmebedarfs abdecken, bei Häusern nach Niedrig-Energie-Standard sogar mehr. Solarzellen eignen sich dagegen zur Erzeugung von Strom, den Sie bei Einspeisung ins öffentliche Netz sogar über das Erneuerbare Energien Gesetz vergütet bekommen.
Klimafreundlich unterwegs
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Der Verkehr ist in Deutschland für rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Jeder nicht gefahrene Autokilometer spart rund 0,4 kg CO2. Fahren Sie weniger Auto, und nutzen Sie stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, steigen Sie auf das Fahrrad um oder gehen Sie bei kurzen Strecken zu Fuß. Wenn Sie auf Autofahrten nicht verzichten können, achten Sie auf eine spritsparende Fahrweise: achten Sie auf korrekten Reifendruck, schalten Sie so früh wie möglich in höhere Gänge und rasen Sie nicht auf der Autobahn - bei einer Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern steigt der Spritverbrauch überproportional an.
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Der Flugverkehr trägt besonders stark zum Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre bei. Ein Flug von Berlin nach Dortmund produziert fast viermal so viel CO2 wie eine Bahnfahrt. Insbesondere Kurzstreckenflüge lassen sich oftmals vermeiden. Wer unbedingt fliegen muss, sollte Projekte unterstützen, die die entsprechende Menge CO2 einsparen, zum Beispiel Atmosfair.
Werden Sie aktiv - mischen Sie sich in die Klimapolitik ein
Es gibt viele Möglichkeiten, sich aktiv für eine ehrgeizige Klimaschutzpolitik einzusetzen. Engagieren Sie sich z.B. in einer Umweltorganisation oder in lokalen Klimaschutzinitiativen.











