09 Sep 2010
Erholung der Ozonschicht zeigt: Handeln hilft!
Zu den Erkenntnissen erster messbarer Effekte zur Verdichtung der Ozonschicht nimmt der stellvertretende umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Frank Schwabe nachfolgend Stellung:
"Die Erholung der Ozonschicht verdeutlicht, dass die Menschheit große Umweltkatastrophen in den Griff bekommen kann. Die Erfolge sind jetzt messbar. Das Verbot von FCKW im Montrealer Protokoll von 1987 beweist, dass durch Verhaltensänderung etwas bewirkt werden kann.
Mitte der 1970er Jahre wurde zunächst die Ausdünnung der Ozonschicht bekannt. 1986 entdeckte man erstmals ein saisonales "Loch" über der Antarktis, welche sich jedoch zunehmend ausbreiteten. Die Ursache ist mittlerweile allen bekannt: die chemische Reaktionskette von FCKW und Halonen. Da sie sehr reaktionsträge sind, können sie unbeschränkt in die Stratosphäre gelangen und somit die Ozonschicht zerstören.
Nachdem Jahrzehnte lang FCKW als Treibhausgas in zum Beispiel Spraydosen oder als Kältemittel in Kühlschränken freigesetzt wurde, wurde 1987 mit dem Montrealer Protokoll ein präziser Zeitplan zum Ausstieg aus der Produktion und Verwendung dieser Stoffe beschlossen.
Inzwischen ist dieses Protokoll von 195 Staaten ratifiziert und zeigt erste Erfolge. Die Erholung der Ozonschicht verdeutlicht, dass die Menschheit große Umweltkatastrophen in den Griff bekommen kann. Das Verbot von FCKW beweist eindeutig, dass durch Verhaltensänderung etwas bewirkt werden kann. In Deutschland beispielsweise ging der FCKW- Einsatz bis 2004 bis zu 98% zurück! Bis 2016 werden sämtliche FCKW- Anwendungen aus dem Verkehr gezogen sein.
Aber: Trotz des Verbots der FCKW sind die momentan zur Verwendung kommenden Ersatzstoffe um bis zu 1500mal klimaschädigender als CO2. Hier muss noch etwas getan werden. Alternative Stoffe müssen auf dem Markt mehr Akzeptanz bekommen.
Auch konsequentes Handeln im Klimaschutz wird zu Erfolgen führen. Der Kampf zum Schutz der Ozonschicht dient als Vorbild für mutige Schritte in der Klimapolitik. Auch wenn der Schutz des Klimas weitaus komplexer als der Schutz der Ozonschicht ist."













